Jüdische Geschichte Burgdorf

Der Arbeitskreis Gedenkweg 9. November möchte die Schicksale der jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Burgdorf bei Hannover dokumentieren und die Erinnerung an sie wachhalten. Vorläufig liegt der Schwerpunkt auf der Zeit vor und während des Nationalsozialismus. Die Zeugnisse jüdischen Lebens hier reichen jedoch zurück bis in das 17. Jahrhundert. Die Erinnerung an die jüdische Gemeinschaft der Stadt ist verbunden mit dem Auftrag dafür einzutreten, dass Jüdinnen und Juden heute in Deutschland frei, gleichberechtigt und unbeschwert leben und ihr Jüdisch-Sein gestalten können. Die Erinnerung ist auch verbunden mit dem Schmerz, dass es in Burgdorf z.Zt. keine jüdische Gemeinde mehr gibt.

Aktuelle Beiträge, Informationen und Veranstaltungshinweise finden Sie in unserem Newsblog hier.

At this time, there is no English version of this website. If you are interested in information on the historical Jewish community in Burgdorf, please feel free to contact us.

Orte jüdischer Geschichte in Burgdorf

Marktstraße 62

Marktstraße 62 Henny geb. Hirschberg und Gustav Schönfeld, 1937 Johanne Hirschberg mit Nichte Henny Schönfeld geb. Hirschberg und Johanne Hirschberg Henny Schönfeld und ihre Schwestern

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Friederikenstraße 55

Fredrikenstraße 55 Stolpersteine in der Friederikenstraße 55, verlegt am 14. September 2008 Minna Samuelson geb. Katzenstein Minna Samuelson geb. Katzenstein zog mit ihrem Mann, Klempnermeister

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Poststraße 2

Poststraße 2 Gustav Italiener und Friederike geb. Heimann Friederike Italiener geb. Heimann, Gustav Italiener und ihre Söhne Gerard und Henri Friederike Italiener geb. Heimann war

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Schlossstraße 10

Schlossstraße 10 Geschäft von Bernhard und Henriette Gumperz geb. Fels in der Poststraße 13 Henriette Gumperz geb. Fels Seit 1879 lebte Henriette Gumperz geb. Fels

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Braunschweiger Straße 10

Braunschweiger Straße 10 Seewald Sigfried Goldschmidt und Berta geb. Fleischhacker Seewald Siegfried Goldschmidt Am 2. November 1880 wurde Seewald Siegfried Goldschmidt in dem Haus in

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Klicken Sie auf die orangenen Stecknadeln in der Karte, um über den Link mehr über die dort ehemals lebenden Menschen und ihr Schicksal zu erfahren oder Orte jüdischen Lebens zu entdecken.

Arbeitskreis Gedenkweg 9. November

Der Arbeitskreis Gedenkweg 9. November wurde in Burgdorf anlässlich der 50-jährigen Wiederkehr des Erinnerns an die Reichspogromnacht durch Gertrud Mrowka und Rudolf Bembenneck, damals Pastor an der St. Pankratius-Kirche, gegründet.

Rudolf Bebenneck hatte 1986 nach dem Fund der Ehrentafel für die im 1. Weltkrieg gefallenen Burgdorfer Soldaten der Synagogengemeinde auf dem Dachboden des städtischen Bauhofs begonnen, die Schicksale der jüdischen Bürger dieser Stadt zu recherchieren. Am 9. November 1988 wurde in einer Gedenkfeier auf dem alten jüdischen Friedhof Burgdorfs unter Beteiligung des damaligen Landesrabbiners Henry Brandt, der Stadtpolitiker*innen und einer großen Öffentlichkeit von mehreren hundert Burgdorfer*innen die Tradition des alljährlichen Gedenkens begonnen.

Dem Arbeitskreis gehören Vertreter der evangelischen Kirchengemeinden St. Pankratius, St. Paulus und Martin-Luther, der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus und des Kulturvereins Scena sowie interessierte Einzelpersonen an. Z. Zt. engagieren sich 10 Menschen im Arbeitskreis. Die Mittel für die Projekte des Arbeitskreises werden durch Spenden aufgebracht.

Ausgangspunkt und Kernanliegen ist die Erinnerung an die im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Jüdinnen und Juden aus Burgdorf. Wichtige Erinnerungsorte im öffentlichen Raum gehen auf Initiativen des Arbeitskreises zurück, so die 2006-2008 von Gunter Demnig verlegten Stolpersteine und der 2008 von Uwe Appold gestaltete Gedenkfries für die in der NS-Zeit Ermordeten. Im Gebäude der 1811 eingeweihten, ehemaligen Synagoge entstand das Kulturzentrum KulturWerkStadt, das in einem Bereich dauerhaft an die Geschichte des Hauses und seine Nutzung als Synagoge erinnert. Darüber hinaus ist die Vermittlung von Kenntnissen über das historische und heutige Judentum und die Begegnung mit jüdischen Menschen ein wichtiges Anliegen des Arbeitskreises. Neben der jährlich am 9. November stattfindenden Gedenkveranstaltung organisiert der Arbeitskreis Vorträge, Ausstellungen, Kino-Vorstellungen und Exkursionen. Er sucht den Kontakt zu Vertreter*innen der Politik, Kirchengemeinden und Schulen, um gemeinsam „ein historisch belehrtes Gegenwartsbewusstsein“ (Thomas Meyer) zu entwickeln.

Gertrud Mrowka 04. November 2008 (Bild D. Heun)
Rudolf Bembenneck 04. November 2008 (Bild: D. Heun)
Gedenkfries im Rathaus Burgdorf

Newsblog

Reichsbanner

„Für Freiheit und Republik – Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold im Kampf für die Demokratie 1924 bis 1933“ Reichsbanner A1 Wanderausstellung Noch bis zum 10.September ist im Berliner Abgeordnetenhaus eine Ausstellung zur Geschichte des „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ zu sehen. Das Video zur Eröffnung finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=5cBBsAd_N1M.  Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold wurde am 22. Februar 1924 in Magdeburg als überparteiliches Bündnis von der SPD, der liberalen Deutschen Demokratischen Partei und der katholischen Zentrumspartei gegründet. Mit diesem demonstrativen Schulterschluss reagierten die Demokraten auf die zahlreichen Morde sowie die links- und rechtsextremistischen Putschversuche in den Anfangsjahren der Weimarer Republik. Schnell entwickelte sich das Reichsbanner zu einer

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Stolpersteine

Stolpersteine Putzen: Im Juni sind wir mit fünf Schüler*innen-Gruppen der RBG durch Burgdorf gegangen und haben die Stolpersteine geputzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Vielen Dank an die Schüler und Schülerinnen und ihre Lehrerin Frau Koopmann! Besuchen: Im Juli setzen wir die Führungen mit sechs Gruppen von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums fort. Wir freuen uns darauf und danken Herrn Rode für diese Zusammenarbeit! Neu Verlegen: Am 12. November um 11:00 werden wir neue Stolpersteine in der Gartenstraße 44 und in der Wallgartenstraße 38 verlegen. Bitte halten Sie sich das Datum frei! Wir werden sie laufend weiter über die

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„Freitagnacht Jews“ – Schabbat mit Daniel Donskoy

„Freitagnacht Jews“ Schabbat mit Daniel Donskoy Nach dem April newsblog erreichte mich folgender Tipp aus dem Leser*innenkreis, den ich gerne an Sie und Euch weitergeben möchte: „Freitagnacht Jews“ – Schabbat mit Daniel Donskoy Die YouTube- und Mediathek-Reihe „Freitagnacht Jews“ erzählt nach Senderangaben in acht Folgen über junges jüdisches Leben in Deutschland. Host ist der Schauspieler und Musiker Daniel Donskoy. Es geht um gutes Essen und gute Gespräche und am Ende vor allem darum: Verständnis füreinander zu entwickeln. Ab 18. Juni auch im WDR Fernsehen, freitags 23.30 Uhr. Und jetzt schon, auch die bisher aufgezeichneten Folgen, unter: https://www1.wdr.de/kultur/freitagnachtjews/freitagnacht-jews-uebersicht-100.html Menü © Arbeitskreis

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#2021JLID – Podcast

#2021JLID – Podcast Seit Januar 2021 sprechen die Journalist*innen Mirna Funk, Shelly Kupferberg und Miron Tenenberg wöchentlich im Wechsel mit spannenden Gästen über das Thema jüdisches Leben in Deutschland. Sie machen die Diversität jüdischen Lebens in Gesellschaft, Kultur, Gemeinden und überhaupt in Deutschland hörbar! Die einzelnen Folgen sind unter https://2021jlid.de/podcast/ nachzuhören. Oder direkt bei Spotify bzw. Deezer unter #2021JLID Menü © Arbeitskreis Gedenkweg 9. November (2021) Kontakt:info@juedische-geschichte-burgdorf.info Impressum Datenschutzerklärung

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Shared History – virtuelle Ausstellung des Leo Baeck Instituts (LBI)

Shared History – virtuelle Ausstellung des Leo Baeck Instituts (LBI) Das Shared History (geteilte Geschichte) Projekt des Leo Beck Institutes New York / Berlin erzählt anhand von 58 Objekten die Geschichten von Jüdinnen und Juden in Mitteleuropa und zeigt die enge Verflechtung jüdischer Geschichte mit den Menschen, Regionen und Ländern dieses Raums. Im Verlaufe des Jahres 2021 wird jede Woche ein neues Objekt mit begleitenden Texten von führenden Gelehrten in einer virtuellen Ausstellung enthüllen. Von den frühesten Nachweisen jüdischer Präsenz in den römischen Provinzen des Rheinlands bis zum Deutschland und Österreich der Gegenwart erzählt das Projekt die Geschichte der komplexen

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Swing Jugend Hannover

Swing Jugend Hannover „Wer den Swing im Blut hat, kann nicht im Gleichschritt marschieren“(Jazz-Legende Coco Schuhmann, ehem. Mitglied „Ghetto-Swingers“, Theresienstadt 1943) Die Swing-Jugend hasste die Deutschtümelei der Hitler-Jugend: die Uniformen, das Marschieren, Schießen, die militärischen Zeltlager und die Erziehung zum Rassenhass. Swing-Kids bevorzugten lange Haare, englische Kleidung und amerikanische Swing-Musik. Schüler der Luther-Schule gründeten 1943 den „Deutschen Swing Club“. In Lokalen hieß es „Swing tanzen verboten“. Hannoversche „Schniegels“ und Mädchen und Jungen der „Schlangenhaus-Innung“, auch „Schlangenbande“ genannt, trafen sich im Maschsee-Strandbad oder der Eilenriede zum Musik hören vom Koffer-Grammophon und Swing tanzen. Dafür wurden sie auf Geheiß des Führers der

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Warum arbeiten Menschen im Arbeitskreis Gedenkweg 9. November mit?

Weiterführende Informationen

Literaturempfehlung

Der Holocaust

Ein Buch für junge Leser

Von Barbara Rogasky

Rowohlt Taschenbuch Verlag

ISBN-10 : 3871343501

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